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Arten der Blindheit

Daten und Fakten
  • Weltweit sind 45 Millionen Menschen blind, 135 Millionen leiden an Sehbehinderung.

  • 90% aller Blinden leben in der Dritten Welt.

  • 80% der Blindheit dieser Erde wäre verhütbar.

  • Menschen in Entwicklungsländern tragen ein 10-mal höheres Risiko blind zu werden als Menschen in Industrieländern.

  • Jedes Jahr erblinden mindestens 7 Millionen Menschen.

  • Im Jahre 2020 werden 100 Millionen Menschen blind sein.
In den Ländern der Dritten Welt mangelt es an medizinischem Personal, Krankenhäuser sind rar und für die Landbevölkerung schwer zu erreichen. Die hygienischen Verhältnisse sind meist schlecht, sauberes Wasser vielfach nicht verfügbar.

Diese Situation begünstigt die Ausbreitung von Augenerkrankungen, die jedoch oft mit geringen Mitteln bekämpft werden könnten.


Klinikgelaende
Katarakt (Grauer Star)

Der Graue Star stellt insgesamt die häufigste Erblindungsursache auf der Welt dar. Er führt dazu, dass das gesehene Bild immer mehr an Schärfe verliert. Die griechische Bezeichnung "Katarakt" steht für Wasserfall.
Die graue Farbe in der Pupille verflüssigt sich und es entsteht der starre Blick bei vollständiger Erblindung.

Der Katarakt betrifft vor allem die Entwicklungsländer, da dort wegen der schlechten Infrastruktur operative Eingriffe kaum möglich sind - zumindest nicht für ärmere Bevölkerungsschichten.

Den Kataraktblinden kann durch eine Operation das Augenlicht wiedergegeben werden. Dieser Eingriff kostet in Entwicklungsländern durchschnittlich 30 Euro.


Vitamin-A-Mangel (Kinderblindheit)

Insgesamt erblinden jedes Jahr etwa 350.000 Kinder irreversibel als Folge eines Vitamin-A-Mangels und 2 Millionen sterben aufgrund dieser Mangelerscheinung.

Hauptursache in den Entwicklungsländern sind neben Unterernährung auch Infektionskrankheiten, wie Masern und Bindehautentzündung bei Neugeborenen.

Die Versorgung eines Kindes mit Vitamin-A-Kapseln kostet in den betroffenen Gebieten 1 Euro pro Monat.


Trachom

Trachom ist eine Augenentzündung, die zur Erblindung führt, wenn Sie unbehandelt bleibt.

Fast 6 Millionen Menschen sind am Trachom erblindet. Rund 150 Millionen Menschen benötigen eine medikamentöse oder operative Behandlung. Der Erreger wird durch direkten Kontakt übertragen und tritt häufig dort auf, wo viele Menschen auf engem Raum unter schlechten klimatischen und hygienischen Bedingungen leben. Mit einem Antibiotikum und einer Lidoperation kann Trachom wirksam behandelt werden.

Eine Operation kostet in den betroffenen Gebieten etwa 15 Euro.