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Gästebuch

Liebe Freunde von Vision for the World

Im Zeitalter der immer schneller werdenden Kommunikation ist es uns wichtig Gedanken und Kommentare festzuhalten. Aber auch interessante Erfahrungen und Eindrücke aus ihrer Zusammenarbeit mit uns wollen wir für neue Impulse nutzen.

Wir freuen uns von ihnen zu hören!



Erfahrungen am Kathmandu Medical College
von Prof. Klaus Ludwig und OP-Schwester Josefa Eschenlohr

Im Rahmen eines Projekts von Vision for the World flogen wir im Oktober 2006 nach Nepal, um für die augenärztlichen Kollegen (insbesondere Dr. Suprada) und für die nicht-ärztlichen OP-Kräfte am Kathmandu Medical College einen Kurs über die moderne Ultraschall-Operationstechnik des Grauen Stars (Katarakt) abzuhalten. Im Voraus war von Vision bereits aus Spendengeldern ein modernes Ultraschall-Operationsgerät finanziert worden. Zusammen mit vielen Verbrauchsmaterialen, die wir durch Spenden der Augen-Industrie für das Kathmandu Medical College sammeln konnten, wurde es rechtzeitig nach Nepal transportiert.
 
Bei unserer Ankunft empfingen uns Prof. Malla, Dr. Suprada und alle weiteren Mitarbeitern mit großer Herzlichkeit. Noch am Ankunftstag besichtigten wir die Räumlichkeiten und begannen mit den Planungen für die nächsten Tage. Zur sicheren Verwahrung der Spendengüter wurde ein abschließbarer Schrank beschafft. Das überaus interessierte OP-Personal begriff rasch die Besonderheiten der neuen Instrumente und deren Erfordernisse für eine sterile Aufbereitung und sichere Aufbewahrung. Das Engagement, mit dem die OP-Schwestern und der Medical Assistent Schwester Josefas größere wie kleinere Verbesserungsvorschläge umsetzten, war eine sehr ermutigende Erfahrung für uns. Sie machte kleinere Rückschläge wie manche durch fehlerhafte Lagerung verdorbene Verbrauchsgüter mehr als wett.

Erfahrungsgemäß müssen Projekte wie dieses auch Rückschläge verdauen können, sonst wären sie schließlich nicht erforderlich. So stellte sich am ersten Operationstag leider heraus, dass das OP-Mikroskop im Medical College die für unsere Operationstechnik und das Teaching erforderlichen (und lange zuvor abgefragten) Qualitäten doch nicht besaß. Damit war Improvisation gefragt. Wir mussten die Anzahl der durchführbaren Eingriffe reduzieren und mit ihnen teilweise in die zweite große Augenklinik in Kathmandu, das Nepali Eye Hospital, ausweichen, wo es ein optimales Mikroskop gab. Trotz dieser Einschränkungen wurde der Kurs aber ein voller Erfolg. Die ersten Patienten wurden erfolgreich in der neuen Technik operiert und die Routine für den operativen Ablauf wie für die wichtigen Vor- und Nachbereitungen wurde erfolgreich etabliert. Zudem konnten wir am Ende unserer Zeit eine „To Do“-Liste für eine weitere Optimierungen erstellen, die als wichtigsten Punkt natürlich den Wunsch nach einem qualitativ guten Operationsmikroskops auswies.

Wir haben bis heute viele wunderbare Erinnerungen an dieses arme, aber in seiner Schönheit an sich so reiche Land und seine immens freundlichen und wissbegierigen Menschen bewahrt. Zu unserer großen Freude konnte das erforderliche OP-Mikroskop inzwischen von Vision aus Spendengeldern finanziert werden und ist vor kurzem sicher am Kathmandu Medical College eingetroffen.

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Der gemeinnützige Verein „International Fellowship Foundation e.V.“, den Prof. Gabel, Regensburg und ich gegründet haben, ist dankbar für die Unterstützung durch den Förderverein „Vision for the World“.  Unser Anliegen ist es, das Stipendium-Programm des International Council of Ophthalmology zu unterstützen. Dies verschafft jungen Augenärzten aus Entwicklungsländern die Möglichkeit zu einem 3-monatigen Aufenthalt an einer Augenklinik der industrialisierten Welt.  Seit 2001 wurden insgesamt 350 solcher Stipendiaten gefördert, die alle in ihr Heimatland zurückkehrten. Es geht dabei um das Erlernen spezieller diagnostischer oder therapeutischer Verfahren, die im Heimatland nicht verbindlich sind. Die Auswahl der Bewerber geschieht durch eine internationale Kommission, und zwar durch den Direktor des ICO Fellowship Programms, einen Gutachter aus dem Heimatland des Bewerbers, sowie eines dritten Gutachters, der auf dem gesuchten Spezialgebiet besonders erfahren ist.  Ein wichtiger Gesichtspunkt ist dabei auch, ob die Bewerber den Basic Science Assessment Test einschließlich der Optik und/oder dem Clinical Test bestanden haben. Im gesamten Programm spielen die deutschen Augenkliniken eine führende Rolle. 

Wir sind Ihrem Förderverein „Vision for the World“ daher dankbar, dass Sie diese Möglichkeit für junge Kollegen aus den Entwicklungsländern ermöglicht haben.

Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. G.O.H. Naumann, ML, FRCOphth, Hon.,
Januar 2010


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"Technologie im Dienste und zum Wohle des Menschen – ein schon im Grundsatz wertvolles Ziel, das auch vom Forum MedTech Pharma verfolgt wird. Wenn dies dann noch gepaart ist mit ehrenamtlichem, humanitärem Engagement gegen Krankheit und für die Menschen in der dritten Welt, werden Weg und Ziel zu einer Einheit. Nicht nur langfristigen Erfolg, sondern auch zahlreiche Nachahmer auf vergleichbaren Gebieten wünsche ich der ‚Vision for the World’."



Dr. Thomas Feigl, Geschäftsführer 
Forum MedTech Pharma e.V.