Glossar
Dioden LaserIn der Ophthalmologie eingesetztes Lasersystem zur Behandlung von Augenerkrankungen.
Das Arbeitsprinzip eines Dioden Lasers basiert auf der Halbleiter-Technologie. Im Vergleich zu anderen Laser-Systemen in der Augenheilkunde sind Dioden Laser zumeist preiswerter, besonders kompakt gebaut, stabil, transportabel und wartungsarm. Somit sind sie gerade für den Einsatz in Entwicklungsländern hervorragend geeignet.
Glaskörper
Der durchsichtige Glaskörper füllt im menschlichen Auge den Binnenraum des Auges zwischen Linse und Netzhaut aus. Er besteht zu rund 98 Prozent aus Wasser, hat ein Volumen von ca. 5 ml, ist (beim jungen Menschen) von gelartiger Konsistenz und erfüllt u.a. bestimmte Stoffwechselfunktionen.
Glaukom (Grüner Star)
Unter dem Begriff Glaukom (auch Grüner Star) fasst man eine Gruppe von Augenerkrankungen zusammen, die mit einem zunehmenden Untergang von Fasern des Sehnerven einhergeht. Mit Fortschreiten der Erkrankung treten zunehmende Gesichtsfeldausfälle auf, die unbehandelt bis zur Erblindung des Auges führen können. In den industrialisierten Ländern stellt das Glaukom eine der häufigsten Erblindungsursachen dar. Als wichtigster Risikofaktor gilt für die Mehrzahl der Glaukome noch immer ein erhöhter Augeninnendruck.
Intraokularlinse (IOL)
Künstliche Linse, die operativ in das Auge des Patienten eingesetzt wird. Bei einer Katarakt-Operation ersetzt die Intraokularlinse die natürliche Linse.
Katarakt (Grauer Star)
Der Graue Star (Katarakt) stellt insgesamt die häufigste Erblindungsursache weltweit dar. Das Krankheitsbild äußert sich in einer Trübung der Augenlinse, so dass das vom Patienten gesehene Bild immer mehr an Schärfe verliert. Da die Linsentrübung nicht nur eine Lichtabsorption, sondern auch eine diffuse Lichtstreuung bewirkt, kann bei den Betroffenen auch eine erhöhte Blendempfindlichkeit auftreten.
Von Erblindung sind heute ganz überwiegend die Einwohner von Entwicklungsländern betroffen, da dort wegen der in großen Teilen unzureichenden Infrastruktur operative Eingriffe schwer möglich sind.
Kataraktoperation
Der Graue Star (Katarakt) kann ausschließlich operativ behandelt werden. Im Rahmen des Eingriffs wird die getrübte natürliche Linse entfernt und durch eine künstliche Linse („Intraokularlinse“) ersetzt. Die Kataraktoperation gilt als die weltweit am häufigsten erfolgreich durchgeführte medizinische Behandlung.
Makula („gelber Fleck“)
Als Makula oder gelber Fleck bezeichnet man den zentralen Bereich der menschlichen Netzhaut mit der größten Dichte an Sehzellen. In diesem rund 5 Millimeter durchmessenden Bereich in der Mitte der Netzhaut befindet sich die Stelle des schärfsten Sehens (Fovea centralis).
Netzhaut (Retina)
Als Netzhaut wird das Nervengewebe an der Innenseite der Hinterwand des Augapfels bezeichnet. Die Netzhaut enthält über 100 Millionen Sinneszellen, die auf Licht reagieren. Nachdem das ins Auge einfallende Licht die Hornhaut, die Linse und den Glaskörper durchquert hat, wird es in der Netzhaut in Nervenimpulse umgewandelt. Diese Impulse werden anschließend über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet. In gewisser Weise erfüllt die Netzhaut im Auge eine ähnliche Funktion wie der Digitalchip in einer Kamera.
Ophthalmologie
Medizinischer Fachbegriff für Augenheilkunde
Phako-Emulsifikation („Phako“)
Die Phako-Emulsifikation stellt ein minimalinvasives Verfahren dar, bei dem im Rahmen der Kataraktoperation die getrübte natürliche Linse mittels Ultraschall zerkleinert und abgesaugt wird.
Retina siehe Netzhaut
Retinopathie
Erkrankung der Netzhaut des Auges
Trachom
Trachom ist eine Augenentzündung, die zur Erblindung führt, wenn Sie unbehandelt bleibt.
Der Erreger wird durch direkten Kontakt übertragen und tritt häufig dort auf, wo viele Menschen auf engem Raum unter schlechten klimatischen und hygienischen Bedingungen zusammenleben. Mit einem Antibiotikum und einer Lidoperation kann Trachom wirksam behandelt werden.
Derzeit sind weltweit 5-6 Millionen Menschen am Trachom erblindet; rund 150 Millionen Menschen sind daran erkrankt und benötigen eine medikamentöse oder operative Behandlung.
Vitamin-A-Mangel (Kinderblindheit)
Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, das u.a. für die Sehfunktion des Auges von großer Bedeutung ist. Vitamin-A-Mangel kann zu trockener Bindehaut am Auge, Hornhauttrübung bis hin zur Erblindung führen. Vor allem in den Entwicklungsländern erblinden Kinder an Vitamin-A-Mangel.
Neben der dort häufig auftretenden Unterernährung sind vor allem Infektionskrankheiten wie Masern die weiteren Hauptursachen für eine Unterversorgung mit Vitamin A.
Vitreoretinale Chirurgie
Unter dem Begriff der vitreoretinalen Chirurgie werden operative Methoden zur Behandlung von Erkrankungen des Glaskörpers und der Netzhaut (Retina) einschließlich der Makula zusammengefasst.








