Ein Phako-System für Kathmandu – gut organisiert ist halb gewonnenAugust 2009
Der Techniker der Firma Zeiss, der in Indien arbeitet, installiert das Mikroskop und führt die Einweisung am Gerät durch. Es ist vollbracht! Er übergibt dem Kathmandu Medical College offiziell das Mikroskop. Professor Malla kann nun endlich mit dem langersehnten Mikroskop arbeiten. Seine erste Behandlung erfolgt auch gleich zwei Tage später – mit großem Erfolg! Auch an dieser Stelle nochmals ein großes „Dankeschön“ an die Firma Zeiss für ihre freundliche Unterstützung und die faire Preisgestaltung, aber auch für die Zeit und die Geduld die sie für uns aufgebracht haben. Juni 2009 Wir können es kaum glauben! Am 20. Juni erreicht uns eine Mail von Prof. Malla mit der Information, dass die Kisten mit dem Operationsmikroskop sicher im Kathmandu Medical College angekommen sind. Wir sind erleichtert und glücklich über diese positive Nachricht und senden auch an dieser Stelle nochmals ein „riesengroßes Dankeschön“ an die GTZ - sie haben uns super geholfen! Jetzt kann Zeiss seinen Techniker, der in Indien arbeitet, beauftragen das Mikroskop in Kathmandu zu installieren. Mai 2009 Nach etlichen Diskussionen mit der Vorortvertretung der GTZ haben wir einen Weg gefunden das Operationsmikroskop zollfrei nach Nepal einzuführen. Wir ändern erneut die Transportpapiere und informieren Zeiss, dass das Gerät nun endlich auf den Weg gebracht werden kann. Februar 2009 Die Gespräche mit der GTZ lassen neue Hoffnungen auf die baldige zollfreie Einfuhrgenehmigung aufkommen. Unser Problem scheint kein unbekanntes Thema bei der GTZ zu sein und wir besprechen verschiedene Lösungsansätze. Januar 2009 Über Prof. Ludwig erhalten wir einen Kontakt zur GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) und wir bekommen auch einen Ansprechpartner in Kathmandu genannt. Dezember 2008 Wir warten immer noch auf die Genehmigung der nepalesischen Behörden zur zollfreien Einfuhr des Mikroskops. Es gab Gesetzesänderungen, Ansprechpartner haben sich geändert und wir sind leider noch keine Schritt weitergekommen. Oktober 2008 Dr. Suprada nimmt an einem Trainingskurs in Österreich teil, der ihre chirurgischen Techniken vertiefen und festigen wird. Sie lernt unter anderem mit schwierigen intraoperativen Situationen umzugehen und bekommt Einblick in das Komplikationsmanagement bei Kataraktoperationen. Juni 2008 In der Zwischenzeit haben wir alle Transportpapiere für die zollfreie Einfuhr in Nepal vorbereitet und zur Genehmigung an die nepalesischen Behörden gesandt. Wir warten nun auf die Bestätigung der Behörde, dass die Einfuhr zollfrei erfolgen kann. April 2008 Das Operationsmikroskop wird zu Prof. Ludwig in seine OP-Räume geliefert und er testet ausführlich die verschiedenen Funktionen. Auch schreibt er zur leichteren Handhabung für Dr. Suprada eine kleine Checkliste und legt die für die Kataraktoperationen benötigten Parameter fest. Das Mikroskop wird nach Durchführung aller nötigen Funktionstests wieder verpackt und für den Versand nach Nepal fertig gemacht. Doch wir erkennen spontan ein neues Problem: Nach Nepal fliegen nur Frachtmaschinen mit einer max. Ladehöhe von 120cm – unsere Kiste, in der das Mikroskop sicher und stabil verpackt wurde, ist deutlich höher. Zeiss zeigt sich nun als sehr hilfsbereit. Sie holen kostenlos die Kiste in ihr Werk zurück, zerlegen das Mikroskop und verteilen die Einzelteile auf drei kleinere Packstücke. Wir können sogar noch zwei Drehhocker als OP-Stühle mit in den Kisten unterbringen. Auch sichert Zeiss uns zu, das Mikroskop nach seiner Ankunft in Nepal wieder ordnungsgemäß zusammenzubauen – sie werden uns einen Techniker aus Nordindien nach Kathmandu schicken – diesmal ist das Angebot ein echter Freundschaftspreis. März 2008 Es ist soweit! Unser Budget lässt die Anschaffung des Operationsmikroskops für das Kathmandu Medical College zu und auch Zeiss hat wieder ein Gebrauchtsystem zur Verfügung. Wir gleichen die Spezifikationen des Mikroskops erneut mit Prof. Ludwig ab und entscheiden uns dazu, als Zusatzzubehör noch einen Mitbeobachtertubus zu bestellen. Dieser ermöglicht den Kolleginnen oder Kollegen die Operation mitzuverfolgen und die neue Operationsmethode zu erlernen. Oktober 2007 Wir bekommen eine großzügige zweckgebundene Spende für unser Projekt. Leider ist das gebrauchte Mikroskop, das wir im Auge hatten, nun anderweitig verkauft worden. Wir müssen warten bis wieder ein vergleichbares Mikroskop zur Verfügung steht. April 2007 Die Verhandlungen mit Zeiss sind sehr langwierig und unser Budget reicht im Moment leider nicht aus, das Operationsmikroskop zu kaufen. Januar 2007 Zeiss hat uns ein relativ gutes Angebot gemacht für den Kauf eines gebrauchten Operationsmirkoskops – genau was wir bräuchten. Leider immer noch zu teuer. Wir verhandeln weiter …… Dezember 2006 Wir besprechen mit Prof. Ludwig seine gewonnenen Eindrücke aus seinem ersten vor Ort Einsatz und gemeinsam setzen wir uns das nächste Ziel. Wir brauchen ein „neues“ Operationsmikroskop. Als robustester Hersteller, auch unter dem Gesichtspunkt des technischen Supports, kommt hier nur die Firma Zeiss in Frage. Sie haben auch Gebrauchtgeräte, die deutlich günstiger zu bekommen sind als Neuware. Jedoch liegt der Preis für ein Mikroskop, wie es für das KMC nötig wäre, im Moment außerhalb unseres Budgets. Vor Ort in Kathmandu Nach 10 Stunden Flug und etlichen Aufregungen beim Umsteigen in Delhi landen Prof. Ludwig und Schwester Josepha am 22. Oktober 2006 um 13:15 Uhr Ortszeit am Kathmandu International Airport. Sie werden bereits von Rinji erwartet und nach einem kurzen Akklimatisieren beginnen beide mit den Vorbereitungen für die Operationen im KMC. Neben dem persönlichen Kennenlernen von Prof. Malla, werden ihnen auch die anderen, in der Augenabteilung tätigen Ärzte, vorgestellt. Am nächsten Tag unterweist Schwester Josepha die ortsansässigen Schwestern in der OP-Vorbereitung und Einhaltung der Sterilprozesse. Natürlich sind, wie von Prof. Ludwig bereist vorhergesehen, die Voraussetzungen am KMC bei Weitem nicht vergleichbar mit den unsrigen. Ein großes Problem stellt das Operationsmikroskop dar. Es ist von so schlechter Qualität, dass für Prof. Ludwig ein Operieren nur auf Grund seiner langjährigen Erfahrung möglich ist. Was im Umkehrschluss natürlich bedeutet: Dr. Suprada kann unter diesen erschwerten Bedingungen nur ganz langsam lernen. Dies ist auch der Grund für das kurzfristige Umdisponieren. Prof. Ludwig operiert alle Patienten selbst und Dr. Suprada assistiert. Er steht jeden Tag bis in die späten Abendstunden am OP-Tisch. Schwester Josepha ist unermüdlich zur Stelle, und Dank ihrer fachkundigen Anleitung erlernen die nepalesischen OP-Schwestern die wichtigsten Abläufe vor und nach der eigentlichen Phako-Operation. Sie sorgt auch dafür, dass alle mitgebrachten Materialien ordentlich katalogisiert und verstaut werden. Auf ihr Geheiß wird ein absperrbarer Schrank organisiert, dieser hilft sowohl Ordnung zu halten, als auch das Material vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Nach einer Woche voller Operationen, haben Prof. Ludwig und Schwester Josepha sich eine kleine Verschnaufpause verdient. Rinji steht zur Verfügung und zeigt ihnen bei einer, wenn auch sehr kurzen, Bergtour die Schönheit von Nepal. Für Prof. Ludwig, als leidenschaftlicher Fotograf, bieten sich traumhafte Motive, von denen er auch einige gerne für unsere Homepage zur Verfügung stellt. Die letzten OP-Tage brechen an. Irgendwie muss sich die Anwesenheit von Prof. Ludwig herumgesprochen haben. Es wartet eine Vielzahl von Patienten auf ihn. Er könnte noch Wochen bleiben. Im ausführlichen Abschlussgespräch mit Prof. Malla und dem Medizinischen Leiter des KMC wird besprochen, dass für eine erfolgreiche Fortführung des Projektes, die Anschaffung eines neuen Operationsmikroskops zwingend erforderlich ist. Des Weiteren muss Dr. Suprada ihre ersten Erfahrungen noch vertiefen. Hilfe könnte hier ein indischer Kollege sein, der im südlichen Teil von Nepal schon begonnen hat, Operationen nach der Phako-Technik durchzuführen. Oktober 2006 Unsere Sendung ist gut und pünktlich in Kathmandu angekommen, Rinji hat den Transport zum KMC überwacht und alles ist sicher verwahrt, bis Prof. Ludwig und Schwester Josepha eintreffen. Bei den beiden laufen die letzten Reisevorbereitungen und die Koffer werden bereits im Geiste gepackt. PROBLEM!!! Monish kann nun doch nicht, wie geplant, die von uns gewünschte Sorte Intraokularlinsen zur Verfügung stellen. Panik kommt auf: ohne Intraokularlinsen können die Operationen nicht durchgeführt werden und ein Kauf der Linsen würde bei weitem das Budget sprengen. Auch lässt unser Zeitplan eine erneute Sendung nach Nepal nicht mehr zu – es ist der 17. Oktober 2006, am 21. Oktober 2006 wollen Prof. Ludwig und Schwester Josepha aufbrechen. Unsere letzte Rettung: die WaveLight GmbH in Berlin. Eine Tochter von WaveLight, die Intraokularlinsen im Produktprogramm hat. Wir fragen die benötige Sorte (Material und Dioptrien) und die erforderliche Anzahl an. Sie haben fast alles auf Lager, versprechen uns auch, sofort das Paket zu packen und bei den Kosten einigen wir uns auf den Einkaufspreis. Zusätzlich spenden sie uns noch die benötigten Implantationsinstrumente für diese Linsen. Am 18. Oktober 2006 trifft das Paket in Erlangen ein, inzwischen haben wir schon mit Lufthansa gesprochen und die Genehmigung für kostenfreies Übergepäck erhalten. Wir packen einen zusätzlichen Koffer und erleichtert steigen Prof. Ludwig und Schwester Josepha am 21. Oktober 2006 in das Flugzeug nach Delhi. September 2006 Die politische Situation in Nepal stabilisiert sich und wir beschließen, an dem geplanten Einsatztermin vor Ort im Oktober festzuhalten und konkretisieren den Zeitplan. Prof. Ludwig und Schwester Josepha sollen am 21. Oktober 2006 nach Kathmandu fliegen und dort für zwei Wochen bleiben. Wir beantragen die Visa und Aufenthaltsgenehmigungen für Prof. Ludwig und Schwester Josepha. Am 19. September 2006 kommt Dr. Suprada nach Deutschland und Prof. Ludwig vermittelt ihr die nötigen theoretischen und praktischen Grundkenntnisse zur Phako-Emulsifikation. Auch ermöglichen ihr OP-Beobachtungen einen ersten Eindruck der OP-Technik und sie übt diese am künstlichen Gewebe. Schwester Josepha erklärt ihr unter anderem die erforderlichen Abläufe, um während der Operation die sterilen Bedingungen einzuhalten. Damit Dr. Suprada zu Hause das Gelernte Revue passieren und vertiefen kann, nimmt Prof. Ludwig die OP-Technik auf DVD auf und wir besorgen einen DVD Rekorder den Dr. Suprada mit ans Kathmandu Medical College nehmen kann. Wir verschicken das Phako-Gerät sowie alle von Schwester Josepha gesammelten Materialien nach Nepal. Zusätzlich organisieren wir noch einen guten Bekannten, Rinji Sherpa, vor Ort in Kathmandu, als Ansprechpartner für unsere Sendung, sobald diese am Flughafen eintrifft. Auch soll er den Weitertransport zum Kathmandu Medical College sicherstellen. Prof. Malla hält sich ebenfalls bereit, um etwaige Fragen der Zollbehörde zu beantworten und somit Verzögerungen zu vermeiden. August 2006 Prof. Ludwig hat das Phako-Gerät ausführlich geprüft und eine Reihe von Behandlungen durchgeführt, sich vom zuständigen Servicetechniker alle Tipps und Tricks erklären lassen und Schwester Josepha ist mit allen nötigen Vorbereitungsmaßnahmen vertraut. Auch stimmt Prof. Ludwig mit dem Medizinischen Leiter des KMC alle erforderlichen Details für den Einsatz vor Ort ab. Juli 2006 Gemeinsam mit Prof. Malla und Prof. Ludwig erarbeiten wir den Hospitationsplan für Dr. Suprada. Sie soll im September für zwei Wochen nach Deutschland kommen und bei Prof. Ludwig in der Augenklinik eine Grundeinführung in die Phakotechnik mit einem Ultraschall-Gerät erhalten. Da Dr. Suprada noch nie weiter als nach Indien gereist ist, erstellen wir ein detailliertes Programm für sie und sind ihr bei den notwendigen Formalitäten zur Einreise behilflich. Und Lufthansa hilft auch wieder: sie übernimmt das Ticket für Dr. Suprada ab Indien. Juni 2006 Schwester Josepha hat ganze Arbeit geleistet. Sie sammelte OP-Materialien und Medikamente im vierstelligen Gesamtwert. Darunter auch einige Instrumente, die Prof. Ludwig die Einweisung von Dr. Suprada in Kathmandu erheblich erleichtern werden. Des Weiteren haben wir nun auch viele nützliche Gegenstände, die einen sterilen Operationsverlauf gewährleisten können. Jedoch diese Dinge müssen ja auch irgendwie nach Katmandu kommen. Unser Spediteur konnte den genannten Preis nicht mehr aufrecht halten. Wir hatten einst von einer Fracht von 15 bis 20 kg gesprochen. Nun sind wir bei satten 150 kg. Viel Überredungskunst ist nötig, aber wir können die Spedition von der Wichtigkeit des Projektes überzeugen und bekommen sehr vernünftige Konditionen. Auch die nepalesischen Behörden genehmigen die zollfreie Einfuhr des zusätzlichen Materials. Mai 2006 Die politische Lage in Nepal spitzt sich zu. Allen Beteiligten erscheint es zu riskant, das Projekt, wie geplant, im Juni durchzuführen. Als neuer Termin wird Oktober 2006 angepeilt. Dennoch laufen alle Aktivitäten auf Hochtouren weiter, denn spätestens jetzt haben wir gemerkt, die Vorbereitungen sind arbeitsintensiver als wir dachten. Wir sprechen die Deutsche Lufthansa an und bitten um Unterstützung bei den Flugkosten. Es dauert ein Weile bis wir den richtigen Ansprechpartner für unser Anliegen herausgefunden haben. Aber dann, gute Nachrichten: Lufthansa sponsert uns die Flüge für Prof. Ludwig und Schwester Josepha für die Strecken Deutschland – Indien – Deutschland. Sie versprechen sogar, auch evtl. weitere nötige Flüge in Zukunft wohlwollend zu prüfen. Dafür schon an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. April 2006 Schwester Josepha spricht ihr bekannte Lieferanten von Verbrauchsmaterialien und Medikamenten an und bittet um Unterstützung für unser Projekt. Sie stößt auf großes Entgegenkommen bei den jeweiligen Firmen und so kann sie auf eine erhebliche Menge an Materialien hoffen. Sie wird auch in ihrem eigenen Bekanntenkreis aktiv und sammelt Spenden in Höhe von rund 1.400 Euro für das Projekt. Wir können den indischen Händler Monish Bhachoo (von WaveLight), der uns schon bei etlichen anderen Projekten unterstützt hat, gewinnen, uns kostenlos die erforderlichen Intraokularlinsen zur Verfügung zu stellen. Diese Intraokularlinsen (Kunstlinsen) sind der Ersatz der natürlichen Linse, die ja auf Grund ihrer Trübung entfernt werden muss. Der Transport des Phako-Gerätes nach Nepal sowie die dortige Einfuhr wird organisiert. Die Spedition TNT Express GmbH, Team Nürnberg, kommt uns mit Sonderkonditionen entgegen. Wir müssen nur etwa 150 Euro für den Versand nach Nepal aufbringen. Um die kostengünstige Einfuhr in Nepal sicherzustellen – wir wollen ja schließlich keinen Einfuhrzoll zahlen – müssen Prof. Malla und das KMC vor Ort in Kathmandu eine „Donation-Einfuhr“ beantragen. Die dafür benötigten Originaldokumente, in 7-facher Ausführung, schicken wir auf dem Postweg - dauert natürlich. Aber wir liegen ja noch gut im Zeitplan und der nepalesische Zoll signalisiert Entgegenkommen. März 2006 Bei einer gemeinsamen Projektbesprechung mit Prof. Ludwig diskutieren wir den weiteren Zeitplan. Auch überlegen wir, ob es nicht vielleicht Sinn macht, den Arzt, der am KMC als erstes die neue Operationsmethode erlernen soll, vorab nach Deutschland zu holen, um unter wesentlich idealeren Bedingungen eine solide Grundlage für das Erlernen dieser Operationsmethode zu legen. Wir besprechen unsere Idee mit Prof. Malla und er teilt unsere Meinung. Mittlerweile hat er auch schon eine Ärztin, Frau Dr. Suprada, aus seinem Team mit dem Projekt betraut und sie soll nun diese Aufgabe übernehmen. Februar 2006 Da Prof. Ludwig aufgrund seiner Erfahrung aus anderen Hilfsprojekten damit rechnet, vor Ort in Kathmandu erschwerte Bedingungen Stromversorgung bzw. räumliche Gegebenheiten betreffend vorzufinden, ist es für ihn unerlässlich, das Phako-Gerät vorab auf „Herz und Nieren“ zu überprüfen und gemeinsam mit Schwester Josepha den optimalen Arbeitsablauf festzulegen. Wir lassen das Phako-Gerät also zuerst nach Deutschland liefern. Die erste Hürde tut sich auf: Vision for the World hat keine Steuernummer, die aber bei Einfuhren aus der Schweiz dringend erforderlich ist und der Spediteur steht auch schon am Grenzübergang. Die Firma WaveLight hilft uns freundlicherweise „aus der Patsche“ und führt das Gerät für uns ein. Januar 2006 Gemeinsam mit Prof. Ludwig und Schwester Josepha arbeiten wir eine Bedarfsliste aller Materialen, Utensilien und Medikamente aus, die für die Operationsmethode benötigt werden. Die Spezifikationen und das Zubehör des Phako-Emulsifikationsgerätes werden ebenfalls festgelegt und das Gerät wird bestellt. Dezember 2005 Wir erzählen Prof. Klaus Ludwig, einem renommierten deutschen Professor der Augenheilkunde, von unserem Vorhaben. Der erfahrene Augenarzt war bereits in Kenia und anderen Ländern der Dritten Welt im Einsatz und bringt das für derartige Projekte nötige Know How sowie viel Engagement für die Sache mit. Prof. Ludwig ist von unserer Idee überzeugt und sagt uns seine Unterstützung zu. Er bietet uns sogar an, seine langjährige und versierte OP-Schwester, Frau Josepha E-schenlohr anzusprechen und um deren Mithilfe zu bitten. Frau Eschenlohr verfügt, wie Prof. Ludwig, ebenfalls über reichlich Erfahrung im Auslandseinsatz – ihr fachliches, medizinisches Engagement führte sie bis nach Haiti. Auch Schwester Josepha sagt zu, dieses Projekt aktiv zu unterstützen. Wir fassen als Termin für den vor Ort Einsatz Juni 2006 ins Auge und legen den ersten groben Zeitplan fest. November 2005 Die Vorstände Max Reindl und Susanne Grethlein können die Firma Oertli Instrumente AG (Schweiz) dafür gewinnen, Vision for the World e.V. ein Phako-Emulsifikationsgerät inkl. Zubehör zum Spendenpreis zur Verfügung zu stellen. Auch sichert Oertli zu, für die Installation sowie die regelmäßig erforderlichen Wartungsintervalle einen Kontakt zu ihrem in Delhi (Indien) ansässigen Kooperationspartner herzustellen. Oktober 2005 Gemeinsam mit Prof. Om K. Malla, Leiter der Augenabteilung des Katmandu Medical College (KMC), reift die Idee, die in den Industriestaaten gängige Operationsmethode, Phako-Emulsifikation, für die Behandlung des grauen Stars am KMC zu etablieren. Diese Operationstechnik ersetzt die noch heute in den Ländern der Dritten Welt üblichen, sehr komplikationsreichen, Techniken. |
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