Vision for the World e. V. Fürth
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Fürth, im Oktober 2019

Liebe Mitglieder und Freunde von Vision for the World

Susanne Grethlein, Vision for the World, Fürthmit diesem Newsletter veröffentlichen wir die Fortsetzung des Interviews mit Frau Brigitte Nachtmann-Leitl über ihren diesjährigen Aufenthalt in Nepal für Vision for the World.


Viel Spaß beim Lesen

Ihre


Susanne Grethlein

Interview mit Frau Brigitte Nachtmann-Leitl über ihren diesjährigen Nepal-Aufenthalt in Biratnagar und Lahan (Teil 2)

Brigitte Nachtmann-leitl für Vision for the World, Nepal 2019

Welche Fortschritte ihrer bisherigen Arbeit konnten sie in diesem Jahr feststellen?

In Biratnagar wurde ich in erster Linie positiv überrascht von der guten Arbeit meiner bisherigen Schüler, von der neuen Paying Klinik, in der die Patienten gegen Gebühr schneller behandelt werden, und auch von den Gesprächen mit dem Management, in denen ich über geplante Entwicklungen informiert wurde. Eine dieser geplanten Neuerungen sollte inzwischen umgesetzt sein, die Modernisierung der Eye Care Center. Im Rahmen der Modernisierung haben alle Eye Car Center neue Möbel mit mehr Stauraum und Regalen erhalten. Auch soll die technische Ausstattung verbessert werden.

Das Eye Car Center in Malangwa erhält eine eigene Brillenglas Schleiferei (Lens Processing Unit). Dieses Eye Care Center liegt circa 120 Kilometer westlich von Lahan und wird sehr stark frequentiert. Aus diesem Grund hat man die alte Processing Unit aus Biratnagar dorthin gebracht. Inzwischen dürfte sie den Dienst aufgenommen haben.

Optical Shop in der neuen Paying Clinic, Brigitte Nachtmann-Leitl für Vision for the World in NepalOptical Shop in der neuen Paying Clinic

Neben den positiven Meldungen gab es sicherlich auch wieder Schwierigkeiten, die von ihnen in diesem Jahr bewältigt werden mussten?

Wie in jedem Jahr gestaltete sich der Unterricht in Lahan anfangs wieder etwas schwierig, da der übersetzende Optometrist wie jedes Jahr auf den Frontalunterricht im Lehrsaal bestand. Auch die Themen, die er ausgewählt hatte, boten mir persönlich wenig Möglichkeiten, die Arbeitsabläufe rund um die Brillen zu verbessern.
Den Teilnehmern zu vermitteln, welche Fassungsmarken auf den internationalen Märkten angeboten werden, die aber nicht in Nepal auf dem Markt sind und nicht käuflich zu erwerben sind, erschien mir relativ sinnfrei. Deshalb möchte ich kritisch anmerken, dass sich schon seit Jahren ein Unterrichtstrend abzeichnet, dass die Lerninhalte eher nach den Interessen des Optometristen und nicht nach der Notwendigkeit der täglichen Arbeit ausgewählt wurden. Themen, mit denen er sich nicht gut auskennt, wie zum Beispiel der Einsatz und sie Fertigung von Bildschirmbrillen, hat er versucht zu blocken. Nachdem ich allerdings darauf bestanden habe, den Unterricht eher praxisnaher zu gestalten, konnte die Effektivität deutlich gesteigert werden.

Brigitte Nachtmann-Leitl für Vision for the World in NepalPraktischer Unterricht für die Optometristen des Sargamatha Choudhardy Eye Hospital in Lahan

Konnten sie vor Ort in Nepal auch mit Tinku Mukherjee zusammenarbeiten, den sie während seines Praktikums in Deutschland betreut hatten?

Mit Tinku konnte ich in der Tat zusammenarbeiten. Er stand mir während des Trainings im Biratnagar Eye Hospital als Dolmetscher zu Seite. Er hat inzwischen einen großen Teil des in Deutschland erlangten Wissens umsetzen können und hat nun eine eigene Beratungsabteilung in der Optical Unit und fungiert als Ausbilder, um den in Deutschland erfahrenen Servicegedanken weiter in die Optical Units zu tragen.

Was ist bei ihrem nächsten Aufenthalt in Nepal vorrangig zu bearbeiten?

Im kommenden Jahr plane ich einen Workshop zur Reparatur von Brillenfassungen. Unterstützen wird mich vor Ort in Nepal bei dieser Aufgabe   Herr Jürgen Bayreuther, Augenoptikermeister aus Windsbach, der auch schon in der Ausbildung von Tinku Mukherjee involviert war. Herr Bayreuther ist gerade in Sachen augenoptische Werkstatt eine anerkannte, echte Kapazität.

Brigitte Nachtmann-Leitl für Vision for the World in NepalBrigitte Nachrmann-Leitl überprüft den letzten Arbeitsschritte bevor die Brille an den Kunden ausgehändigt wird.

Was halten sie noch erwähnenswert, was ich nicht gefragt habe?

Im Anschluss an den Unterricht in Biratnagar und Lahan habe ich in diesem Jahr die Optikmesse in Neu-Delhi besucht. Dort konnte ich interessante Kontakte für eine künftige Zusammenarbeit knüpfen. So zum Beispiel mit Herrn Kishore Bhandari aus Mumbai und dem Institute for Skill Development and Training in Nashik. Wenn es uns gelingt, eine entsprechende Organisation für den Import der aus Deutschland gespendeten Brillenfassungen, Sonnen- und Lesebrillen zu finden, haben wir in Herrn Kishore Bhandari möglicherweise eine Person gefunden, der zum Beispiel die Verteilung an Bedürftige in Indien übernehmen könnte.

Vielen Dank für das sehr informative, aber auch kritische Interview über ihre Arbeit und ihren Aufenthalt in Nepal diesem Jahr.

 

 

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Interview: Gerhard Lodzwik
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